Dienstag, 24. Mai 2011
Geschichte der Handtasche
Taschen wurden gar nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, zuerst von Frauen getragen, sondern tatsächlich von Männern! Diese befestigten Taschen aus Stoff oder Leder am Gürtel. Erst im 15./16. Jahrhundert kamen auch Frauen auf den Geschmack und befestigten die Taschen an Ketten oder Riemen, die dann vom Gürtel herabhingen. Die Taschen waren allerdings weniger modisches Beiwerk, sondern tatsächlich sogar kaum sichtbar – sie wurden versteckt unter weiten Röcken getragen, die Taschen waren nur durch einen Schlitz im Unterrock zu erreichen.
Modisch wurden Taschen erst im 18. Jahrhundert – hier hatte der Pompadour, oder auch Ridikül seine Hochblüte. Dies war ein aus Seide genähter Beutel ohne festen Boden, der sich oben mit zwei Schnüren schließen ließ, die dann als Griff oder Schulterriemen dienten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann der Metallrahmen erfunden, sodass die Taschen auch deutlich anders aussahen, als ihre beutelförmigen Vorgängerinnen. Die Tasche erlangte somit auch größere praktische und modische Bedeutung. Die ersten Handtaschen aus Leder wurden dann gefertigt, als nach strapazierfähigen Taschen mit Tragegriffen gefragt waren, die man auf Reisen mitnehmen konnte. Hier entstand auch der Schnappverschluss. Ende des 19. Jahrhunderts konnte sich die Handtasche dann auch endgültig als modisches Accessoire etablieren.
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